1897 1898 1900/1902 1907/1909 nach 1912

3.7.1897
Samstag
Postkarte Starnberger See 1908 Karl May unternimmt mit Emma eine Dampferfahrt auf dem Starnberger See. An die Gräfin Anna Elisabeth Jankovics, die sie kurz zuvor auf ihrem Gut am Achensee besucht hatten, schreiben sie: »Am schönen Starnberger See an den noch schöneren Achensee denkend, senden Gruß und Dank die beiden sich als Kreuzhof-Waisenkinder fühlenden und darum um so sehnsuchtsvollen Zugvögel«.
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4.7.1897
Sonntag
Postkarte Hotel Trefler Mays treffen in München ein, man nimmt Quartier im Hotel Trefler. Er wird bald erkannt. Der 25-jährige Arzt Josef Weigl besucht May und ist von ihm so beeindruckt, dass er sich entschließt, einen »May-Club« ins Leben zu rufen.
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5.7.1897
Montag
Anzeige May in München In den ›Münchner Neuesten Nachrichten‹ erscheint eine Annonce, in der Mays Anwesenheit im München bekannt gegeben wird. Laut May wurde die Annonce ohne sein Wissen aufgegeben, vermutlich aber hat er sie selbst in Auftrag gegeben. May hält Massenaudienzen ab, es kommen laut May »gegen 900 Besuche«. Er erzählt von seinen angeblichen Reisen und Abenteuer und gibt auf die absurdesten Fragen nicht minder absurde Antworten. So versichert er, in seinen Büchern nur wahre Begenheiten zu erzählen, alles selbst erlebt zu haben, im Herbst zu seiner 22. Überseereise aufzubrechen und ähnliches mehr. Auf der Straße sollen so viele Bewunderer gestanden haben, dass sie »per Schlauch auseinandergespritzt werden« mussten.
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6.7.1897
Dienstag
Karl May als Old Shatterhand Fortsetzung der Massenaudienzen, diesmal sind es laut May »über 600« Besucher. Im ›Bayerischen Kurier‹ erscheint ein längerer Artikel über Mays Aufenthalt und den starken Besucherandrang vom Montag.
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7.7.1897
Mittwoch
Der Besucherstrom reißt nicht ab, es kommen laut May über 800 Personen. May wird der Andrang zu viel, an seinen Verleger Fehsenfeld schreibt er: »Bin gegen Abend aus der Seitenthür hinaus entflohen«. Das hält May allerdings nicht davon ab, einen Leserbrief an den ›Bayerischen Kurier‹ zu schreiben, in dem er die »Old-Shatterhand-Legende« weiterhin aufrecht hält.
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8.7.1897
Donnerstag
Schleibinger Keller May entzieht sich dem Massenandrang und verbringt den Tag überwiegend in kleineren Kreisen von Bewunderern. Im Schleibinger Keller schreibt er Josef Weigl einige Zeilen in dessen Kalender: »Ich kurier den Schmerz der Seelen, / Sie kurieren Mann, Weib und Kind; / Drum werd ich daheim erzählen, / Daß wir liebe Collegen sind.«
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9.7.1897
Freitag
Mays verbringen den Tag wiederum im kleinen Kreis. An die Familie Seyler (Deidesheim) schreiben sie eine von Max Harlander, F. Schmid, Josef und Marie Weigl mitunterzeichnete Grußkarte »im Kreise lieber Menschen«. An die Familie Felber (Hamburg) schreiben sie: »Ihr habt keine Ahnung, welche herzliebe Menschen Euch die obigen Grüße senden.« Die Karte ist von Max Harlander mitunterzeichnet.
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10.7.1897
Samstag
Bayerischer Kurier Titel Karl und Emma May verlassen München und fahren nach Regensburg, wo sich May mit Friedrich Pustet, dem Verleger des ›Deutschen Hausschatz‹ trifft. Im ›Bayerischen Kurier‹ erscheint ein längerer Bericht ›Nachträgliches über Karl May‹.

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24.3.1898
Donnerstag
München Hauptbahnhof 1885 Karl und Emma May treffen mit dem Orientexpress aus Linz in München ein und werden von Vertretern des May-Clubs begrüßt (Josef und Ernst Xaver Weigl, Ernst Abel und Georg Gernbeck). Man verbringt zwei Stunden »im gemütlichen Gespräch« im Wartesaal der II. Klasse des Münchner Hauptbahnhofs. Mays wohnen erneut im Hotel Trefler. Abends trifft man sich mit den Mitgliedern des Karl-May-Clubs im Hotel Trefler. May gibt wieder vermeintliche »Episoden aus seinem Leben und Wanderungen zum Besten«.
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25.3.1898
Freitag
Mays verbringen den Tag mit Vertretern des May-Clubs im Silbersaal des Cafe Luitpold. May spielt mit Josef und Ernst Xaver Weigl Billard. Das Treffen dauert bis »weit nach Mitternacht«.
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26.3.1898
Samstag
Wittelsbacher Palais, München May ist im Wittelsbacher Palais zu Besuch beim bayerischen Königshaus. Das Treffen wurde von der 13-jährigen Prinzessin Wiltrud und ihren Schwestern Helmtrud und Gundeline in die Wege geleitet. Laut May versammeln sich mehrere Stunden »in einer langen, langen Audienz alle Glieder des Bayerischen Königshauses«. An seinen Verleger Fehsenfeld schreibt er: »Alles liest May!«
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28.3.1898
Montag
May trifft sich erneut mit dem May-Club, man trifft sich zuerst im Wagner Bräu, später im Cafe Luitpold.
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29.3.1898
Dienstag
May verlässt München und fährt weiter nach Regensburg, wo er sich mit Pustet trifft.

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29.7.1900
Sonntag
Bei der Rückkehr von seiner großen Orientreise steigt May am 29. Juli im Hotel Leinfelder ab.
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30.7.1900
Montag
May besucht am 30. Juli Dr. Josef Weigl, den Vorsitzenden des May-Clubs, in der Auenstraße 72, trifft ihn aber nicht an.
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31.7.1900
Dienstag
Am 31. Juli tritt May die Rückreise nach Radebeul an.
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22.8.1902
Freitag
May trifft am 22. August aus Leipzig kommend in München ein und wohnt im Hotel Leinfelder.
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24.8.1902
Sonntag
Am 24. August unternimmt May einen Ausflug ins Isartal.
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27.8.1902
Mittwoch
Am 27. August besucht May Adele und Willy Einsle in der Pilotystraße 4. Am gleichen Tag setzt er seine Reise nach Bozen fort.
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9.9.1902
Mittwoch
Von Radebeul kommend trifft May am 9. September in München ein und logiert im Park-Hotel unter dem Namen »Dr. Friedrich«. May trifft sich während seines Aufenthalts mit Franz Joseph Völler, dem Chefredakteur von ›Natur und Kultur‹ und versucht den Illustrator Claus Bergen zu besuchen, den er allerdings nicht antrifft.
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13.9.1902
Samstag
Am 13. September trifft May Dr. Adolf Emil Knecht, dem Anstaltsarzt von Waldheim.
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14.9.1902
Sonntag
Am 14. September fährt er nach Tölz weiter, wo er im Hotel Bürgerbräu wohnt.

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11.–19.9.
1907
Karl und Klara May reisen von Regensburg nach München. Man steigt im Hotel Leinfelder ab. Es kommt zu einer Aussprache mit Carl Muth. May trifft Franz Joseph Völler (Viktoriastraße), Georg M. Jochner; den Maler Claus Bergen trifft May nicht an. May trifft sich mit verschiedenen Personen, darunter Adolf Emil Knecht, dem früheren Anstaltsarzt in Waldheim. Der Hausschatz-Redakteur Otto Denk reist aus Regensburg an, May willigt ein, wieder für den ›Hausschatz‹ zu schreiben.
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9.12.1909
Donnerstag
May kommt am 9. Dezember von Ausgburg nach München und übernachtet im Hotel Leinfelder.
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10.12.1909
Freitag
Am 10. Dezember ist May erneut zu Gast beim bayerischen Königshaus im Wittelsbacher Palais.
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11.12.1909
Samstag
Am 11. Dezember trifft May Hetty Heide und Adele und Willy Einsle, anschließend fährt er zurück nach Radebeul.

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1916
Am 1. April erlebt die burleske Operette ›Fräulein Rothaut‹ ihre Uraufführung am Gärtnerplatztheater. Musik: Karl Sikora, Text: H. Wilmers.
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1919
Am 8. November wird das Theaterstück ›Winnetou‹ von Hermann Dimmler am Deutschen Theater uraufgeführt.
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1932
Am 2. Juli findet in München ein »Karl-May-Volksfest mit Riesen-Feuerwerk« statt.
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1939
Das Theaterstück ›Winnetou‹ von Hermann Dimmler wird im Neuen Münchner Volkstheater aufgeführt.
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1949
Das Theaterstück ›Winnetou und sein weißer Bruder‹ von Werner J. A. Holzhey wird aufgeführt.
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1963
Premiere von ›Winnetou 1. Teil‹ im Mathäser.
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1974
Premiere von Syberbergs ›Karl May‹ im ARRI am 18. Oktober.
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1979
Premiere des Theaterstücks ›Die Sklavenkarawane‹ [?].